Integration
In Deutschland, Ungarn und der Slowakei (den Pilotländern) werden im Projekt „Cooperate, Reach Out, Integrate Services“ (CRIS) Werkzeuge und Praktiken entwickelt zur ganzheitlichen Förderung von benachteiligten Gruppen, um ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft zu unterstützen.
Partner in Ungarn sind die Sozialverwaltung des 7. Bezirks der Stadt Budapest und die gemeinnützige Organisation Artemisszio, Partner in der Slowakei die gemeinnützige Organisation „People in Need“ und die Slowakische Akademie der Wissenschaften. Deutscher Standort ist die Stadt Offenbach mit der MainArbeit. Auch die Leitung des transnationalen Netzwerks liegt in Offenbach.
Zielgruppen sind Langzeitarbeitslose oder Nichterwerbstätige im erwerbsfähigen Alter, die mit mehrfachen Problemen konfrontiert sind (mangelnde Qualifikation, gesundheitliche Probleme, schlechte Wohnverhältnisse, Diskriminierung durch Arbeitgeber aufgrund der ethnischen Herkunft).
- Offenbach: Neuzuwanderer aus Bulgarien oder Rumänien
- Budapest: unterstützende Wohnungssuchende
- Slowakei: Arbeitslose der Roma-Gemeinschaft.
An allen drei Standorten sollen insgesamt 450 Personen gefördert werden.
Die Zielgruppen der Projekte benötigen häufig verschiedene Hilfen, die gut koordiniert werden müssen, um wirksam zu sein. CRIS geht die Probleme an, indem es
- die Öffentlichkeit für die Probleme der Zielgruppen sensibilisiert,
- Schnittstellen zwischen verschiedenen Diensten analysiert und optimiert,
- Lücken in den Hilfeangeboten schließt,
- ein auf die Bedarfe der Zielgruppen passendes Fallmanagement entwickelt,
- einen wirksamen Mix der Dienste von öffentlichen Behörden und privat-gemeinnützigen Organisationen entwickelt.
Träger
MainArbeit Kommunales Jobcenter Offenbach am Main in Kooperation mit der Verwaltung des 7. Bezirks der Stadt Budapest, dem Träger Artemiszio (Budapest), der staatlichen Arbeitsverwaltung der Slowakischen Republik, der Slowakischen Wissenschaftsakademie und dem Träger „People in Need“ (Bratislava)
Ansprechpartner
Matthias Schulze Böing
E-Mail: schulze-boeing@offenbach.de
Auftraggeber/Förderung
Europäischen Union
Laufzeit
01.01.2022 - 30.06.2024
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Website liegt ausschließlich bei MainArbeit. Kommunales Jobcenter Offenbach.


Das Projekt "Familienrat II" als Teil des Förderprogramms "Impulse der Arbeitsmarktpolitik (IdeA)" beendet seine Arbeit und zieht Bilanz
MainArbeit und startHAUS gGmbH setzen neue Maßstäbe in der Arbeitsmarktintegration (2022-2024)
Von 2022 bis 2024 haben MainArbeit und startHAUS gGmbH in einem wegweisenden Kooperationsprojekt "Familienrat II" einen innovativen und ganzheitlichen Ansatz zur Arbeitsmarktintegration und sozialen Teilhabe erfolgreich umgesetzt. Gefördert vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie ergänzt durch kommunale und Landesmittel richtete sich das Projekt an besonders benachteiligte Familien in Offenbach, überwiegend mit Wurzeln in Bulgarien, Rumänien und der Türkei, darunter viele Sinti und Roma oder deren Nachkommen.
Ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Integration
Das Projekt "Familienrat II" zielte darauf ab, Familien mit vielfältigen Vermittlungshemmnissen nachhaltig zu unterstützen. Zu diesen Herausforderungen zählten unter anderem Wohnungslosigkeit oder unsichere Wohnverhältnisse, Verschuldung, rechtliche Probleme, mangelnde Sprachkenntnisse, fehlende Kinderbetreuung, unregelmäßiger Schulbesuch oder unzureichende schulische Leistungen der Kinder. Gemeinsam mit den Familien erarbeiteten die engagierten Mitarbeiter von MainArbeit und startHAUS gGmbH maßgeschneiderte Lösungen, um diese Hindernisse zu überwinden. Ziel war es, die Familien zu befähigen, selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und durch ein regelmäßiges Familieneinkommen unabhängig von Sozialleistungen zu werden.
Beeindruckende Erfolge durch intensive Betreuung
Seit Projektbeginn wurden in den Beratungsräumen der startHAUS gGmbH etwa 3.500 Beratungsgespräche geführt. Davon fanden rund 15% mit der gesamten Familie - Eltern und Kindern gemeinsam - statt, weitere 15% erfolgten als mobile Beratung, beispielsweise durch Hausbesuche, Gespräche im Wohnumfeld oder Begleitung zu Behörden, Gerichten und Jugendämtern. Im Mittelpunkt stand die Aktivierung vorhandener familiärer Ressourcen, um dauerhafte Veränderungen zu ermöglichen. In vielen Fällen nahmen auch Großeltern, Geschwister der Eltern oder entferntere Verwandte an den Gesprächen teil, was die umfassende Unterstützung verstärkte.
Die Ergebnisse sind beachtlich
Für über 78 Personen konnte der Bezug von Sozialleistungen beendet werden, und mehr als 100 Personen schlossen ihre Teilnahme am Projekt erfolgreich ab, da ihre Probleme gelöst oder auf dem Weg zur Lösung waren. In vielen Fällen fehlte nur noch ein ausreichendes Familieneinkommen, um vollständige Eigenständigkeit zu erreichen - ein Ziel, das durch die intensive Unterstützung des Jobcenters und der startHAUS gGmbH in greifbare Nähe rückte.
Konkrete Erfolge in Bildung, Beschäftigung und Lebenssituation
Im Rahmen des Projekts nahmen zahlreiche Teilnehmer an Grundbildungskursen teil, in denen sie ihre Sprach-, Lese-, Schreib- und digitalen Fähigkeiten deutlich verbesserten. Insgesamt wurden 49 Personen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse und 20 Personen in geringfügige Beschäftigungen vermittelt. Schuldenprobleme konnten in über 20 Fällen erfolgreich angegangen werden, und in 12 Fällen wurden Wohnungsprobleme nachhaltig gelöst. Besonders erfreulich war die Unterstützung im schulischen Bereich: In über 30 Fällen wurden Lösungen für schulische Herausforderungen der Kinder gefunden, was zu einer deutlichen Verbesserung der schulischen Leistungen und einem regelmäßigen Schulbesuch führte. Diese Erfolge führten teilweise zu einer engen Zusammenarbeit mit Lehrkräften, die weitere Familien für das Projekt empfahlen.
Eine Bereicherung für die Arbeit des Jobcenters
Das Projekt "Familienrat II" hat gezeigt, wie wirksam eine enge Zusammenarbeit zwischen Jobcenter, startHAUS gGmbH und den betroffenen Familien sein kann. Der ganzheitliche, familienorientierte Ansatz war für die Zielgruppe sehr vorteilhaft und ergänzt die Arbeit des Jobcenters sinnvoll. Die intensive Begleitung und individuelle Unterstützung ermöglichten es, dauerhafte Lösungen für komplexe Lebenslagen zu entwickeln und Familien eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen.
Ausblick und Bedeutung für Offenbach
Bedauerlicherweise kann das Projekt "Familienrat II" im Jahr 2025 aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht fortgesetzt werden. Dennoch bleibt der innovative Ansatz ein Vorbild für die zukünftige Arbeit mit benachteiligten Familien. Die MainArbeit setzt sich weiterhin dafür ein, ähnliche Projekte zu initiieren, um Familien in schwierigen Lebenslagen nachhaltig zu unterstützen. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Erfolge werden die Arbeit des Jobcenters langfristig beeinflussen und dazu beitragen, die soziale Teilhabe in Offenbach weiter zu stärken.
Auftraggeber/Förderung:
Hessischen Ministerium für Soziales und Integration
Laufzeit:
01.01.2023 - 31.12.2024
Gefördert von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen



Zielgruppe der Maßnahme sind Frauen verschiedener Nationalitäten mit psychischen Beschwerden.
Diese sollen persönlich stabilisiert und gegebenenfalls auf die Teilnahme an einer Psychotherapie vorbereitet werden. Parallel wird eine berufliche Perspektive entwickelt.
In Gruppen- und Einzelgesprächen werden die Themen Kindererziehung, Trennung, Migration, Abschied, Gewalt, Flucht- und Kriegserfahrungen bzw. weitere traumatische Erfahrungen besprochen. Parallel dazu werden in der Gruppe folgende Themen besprochen und bearbeitet:
Wege aus der Arbeitslosigkeit – welcher Weg passt zu mir?
- Qualifizierung
- Arbeitsaufnahme
- Schulabschluss
- Ausbildung
Träger
MainArbeit Kommunales Jobcenter Offenbach am Main in Kooperation
Ansprechpartnerin
Zahra Ghaeni
Tel: 069 8065 8354
E-Mail: zahra.ghaeni@offenbach.de
Auftraggeber/Förderung
Hessischen Ministerium für Soziales und Integration
Gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration


