Fördermöglichkeiten

Eingliederungszuschüsse:

Die MainArbeit bezuschusst Arbeitgeber, die Personen einstellen, deren berufliche Eingliederung erschwert ist und die in Offenbach Arbeitslosengeld II beziehen.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Informationen zum Thema Eingliederungszuschüsse (im folgenden „EGZ“) und zu den Voraussetzungen für deren Gewährung:

I)Allgemeine Informationen und Voraussetzungen für alle Eingliederungszuschüsse

Eingliederungszuschüsse sind Ermessensleistungen

Eingliederungszuschüsse sind Ermessensleistungen. Es besteht also kein Rechtsanspruch auf einen Zuschuss. Er wird nur gezahlt, wenn er zur beruflichen Eingliederung der /des Arbeitnehmerin/Arbeitsnehmers erforderlich ist. Ob dies der Fall ist, entscheidet die Mainarbeit.

Antragstellung vor Einstellung/Arbeitsaufnahme

Eingliederungszuschüsse sind vor Abschluss des Arbeitsvertrages und vor Arbeitsaufnahme bei der MainArbeit zu beantragen.

Da die MainArbeit darüber entscheiden muss, ob der EGZ zur beruflichen Integration erforderlich ist, ist es wichtig, dass Sie als Arbeitgeber/in vor Einstellung des Arbeitnehmers/ der Arbeitnehmerin mit der MainArbeit Kontakt aufnehmen.

Hierzu genügt vorerst auch ein formloser Antrag des/der Arbeitgebers/Arbeitgeberin. Die erforderlichen Unterlagen zur Antragsbearbeitung können nachgereicht werden; aber Achtung: Zuschüsse sind erst ab Antragstellung möglich!

Förderungsausschlussgründe (§ 16 I SGB II, § 92 SGB III)

Die Förderung durch einen EGZ ist ausgeschlossen, wenn Sie

  • ein bestehendes Arbeitsverhältnis beenden, um einen Eingliederungszuschuss zu erhalten
  • beabsichtigen, jemanden einzustellen, der innerhalb der letzten vier Jahre mehr als drei Monate versicherungspflichtig bei Ihnen beschäftigt war

Höhe und Dauer der Förderung:

Die MainArbeit muss vor jeder Einstellung im Einzelfall prüfen in welcher Höhe und für welche Dauer ein Eingliederungszuschuss gezahlt werden kann.

Höhe: Gemäß § 16 I SGB II in Verbindung mit den §§ 89, 90 SGB III kann der Zuschuss grundsätzlich bis zu 50 Prozent des zu berücksichtigenden Arbeitsentgelts betragen.

Grundlage ist in der Regel das Arbeitsentgelt, das Sie tatsächlich zahlen, dabei wird der Anteil an der Gesamtsozialversicherung, den Sie als Arbeitgeber zahlen mit einer Pauschale berücksichtigt

Dauer: der Zuschuss kann bis zu zwölf Monate gezahlt werden.

II) Spezielle Fördermöglichkeiten:

Über den oben genannten Förderrahmen hinaus können für bestimmte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen längere und höhere Förderungen gewährt werden, soweit dies zu deren zur beruflichen Eingliederung erforderlich ist.

  • Eingliederungszuschuss für behinderte und schwerbehinderte Menschen

Speziell für behinderte und schwerbehinderte Menschen kann die MainArbeit im Rahmen des § 16 I SGB II in Verbindung mit § 90ff. SGB III einen höheren Eingliederungszuschuss zahlen (bis zu 70 Prozent des Arbeitsentgelts) und die Förderdauer auf bis zu 24 Monate ausweiten. Ein solcher Eingliederungszuschuss wird nach Ablauf von 12 Monaten um 10 Prozentpunkte gemindert.

Für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen kann die Förderdauer bis auf 60 Monate, bei Personen ab 55 Jahren bis zu 96 Monaten ausgeweitet werden (§ 90 II SGB III). Hier mindert sich der EGZ erst nach Ablauf von 24 Monaten um jährlich 10 Prozentpunkte.

Besonders betroffene schwerbehinderte Menschen sind zum Beispiel solche, deren berufliche Eingliederung aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung besonders schwierig ist

Eine Minderung auf weniger als 30 Prozent der Bemessungsgrundlage erfolgt in keinem der Fälle.

Bitte bedenken Sie, dass die MainArbeit bei der Entscheidung über die Höhe und Dauer der Förderung schwerbehinderter und besonders betroffener schwerbehinderter Menschen gemäß § 90 Absatz 3 SGB III berücksichtigen muss, ob der schwerbehinderte Mensch ohne gesetzliche Verpflichtung oder über die Beschäftigungspflicht nach dem 2. Teil des SGB IX hinaus eingestellt und beschäftigt wird.

  • Eingliederungszuschuss für ältere Menschen:

Soweit erforderlich kann die MainArbeit für die Einstellung älterer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen  einen EGZ mit einer Förderhöhe bis zu 50 Prozent und mit einer Dauer von bis zu 36 Monaten gewähren (§ 16 I SGB II, §§ 131 SGB III).

Wichtig: Die Förderung muss bis zum 31.12.2014 begonnen haben.

Nachbeschäftigungspflicht:

Sie haben als Arbeitgeber/in  den EGZ teilweise zurückzuzahlen, wenn Sie das Beschäftigungsverhältnis während des Förderzeitraums oder in einer Nachbeschäftigungszeit ohne wichtigen Grund beenden.

Die Nachbeschäftigungszeit entspricht der Förderdauer, beträgt aber längstens zwölf Monate.

Was als wichtige Gründe anzusehen ist, ergibt sich aus § 92 SGB III.    

Dazu gehören Kündigungen aus Gründen, die in der Person oder im Verhalten der Arbeitnehmerin/ des Arbeitnehmers liegen; Kündigungen aus dringend betrieblichen Erfordernissen, die einer Weiterbeschäftigung im Wege stehen, Beendigungen des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin aus Gründen ,die der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin nicht zu vertreten hat, das Erreichen des Mindestalters für den Bezug der gesetzlichen Altersrente durch den Arbeitnehmer /die Arbeitnehmerin und wenn der EGZ für die Einstellung eines besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen geleistet wurde,

Nach § 92 Absatz 2 SGB III ist die Rückzahlung auf die Hälfte des geleisteten Förderbetrages begrenzt und darf den Förderbetrag, der in den letzten 12 Monaten vor Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses an Sie geleistet wurde, nicht überschreiten. Bei der Berechnung des Rückzahlungsbetrages sind ungeförderte Nachbeschäftigungszeiten anteilig zu berücksichtigen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu Eingliederungszuschüssen und für Antragstellung wenn möglich direkt an den zuständigen Ansprechpartner des einzustellenden Arbeitnehmers (falls bekannt), für allgemeine Auskünfte zum EGZ ansonsten gerne auch an unseren Arbeitgeberservice.

Telefon: 0800/101-8100
Telefax: 069 /8065-8110
eMail: mainarbeit@offenbach.de

Infos

Die MainArbeit. Kommunales Jobcenter Offenbach fördert individuell. Wir finden eine passgenaue Lösung für Ihren Bedarf.

Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit unserem Arbeitgeberservice in Verbindung, der Sie gern berät!

Telefon:  0800 / 1018100